Krötengolf

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Nach einer Auflistung führen die Australier zurzeit einen verlorenen Krieg gegen 10 Tiere oder Pflanzen. Alle von den Weißen nach Down under gebracht. Ein Kampf der jährlich 10 Billionen Dollar kostet und eigentlich nicht gewonnen werden kann.

Jahrelang waren die Kaninchen Hauptfeind Nr.1. Nunmehr ist es die Aga Kröte, die man 1935 zur Bekämpfung des Zuckerrohrkäfer aus Hawaii einführte. Nach neuesten Erkenntnissen soll den Zuckerrohrkäfer den Kröten nicht schmecken. Die giftige Kröte, die mit ihren kräftigen Hinterbeinen bis zu 2,5 Meter weit springen kann, hat sich mittlerweile bis zum Kakadu Np (NT) ausgebreitet. Und ist mit ihrem Gift sogar eine tödliche Gefahr für Krokodile. Sie hat außer den Menschen keine natürlichen Feinde.

Man hat alle möglichen Formen der Bekämpfung ausprobiert.

Wie eine Bombe schlug 2005 der Vorschlag des liberalen Abgeordneten David Tollner bei einem Radiointerview mit ABC ein, die Kröten mit einem Golfschläger oder einem Kricketschläger zu töten. Er hätte das bereits in seiner Kindheit mit großem Erfolg praktiziert. Natürlich mußte dieser Vorschlag den Protest der Tierschützer hervorrufen.

Und 2007 wird auch vom internationalen Tierschutzverein RSPCA eine Meldung der australischen Tierschützer als ernst und Besorgnis erregend eingestuft.

Townsville(Queensland), vielen Besuchern als einen schöne Stadt an der Ostküste bekannt, wirbt mit einer neuen Sportart"." Was wäre ein nettes Queensland Barbecue-Wochenende ohne eine Partie Krötengolf? Ein makabres Spiel, bei dem der siegt, der eine lebende Aga Kröte mit dem Golfschläger am weitesten weg schlägt.

Man muß die Sorge der Australier verstehen. Alle bisherigen Bekämpfungsmaßnahmen schlugen fehl. Aber die Tötung der Kröten auf diese bestialische Art ist nicht nur inhuman. Sie birgt auch eine Gefahr. Das bei der Tötung umher spritzende Gift könnte sogar den Golfspieler" erheblich gesundheitlich schädigen.

Als einzige erfolgreiche und vertretbare Tötungsmethode hat sich bis das Einsammeln und Einlegen in eine Tiefkühltruhe bewährt. Eine Methode, die viele Australier, besonders im Northern Territory anwenden.

Man kann gespannt sein, wie die Aussies dieses ernsthafte Problem meistern wollen. Auf alle Fälle ist immer was los in Down under. So oder so!

Mehr Reiseberichte über Down Under finden Sie auf meinem im Internet veröffentlichtem Reisebuch www.the-apple-island.de.

Dieter Tischendorf

Datum: 15.07.2007

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