Abu Mena, ein weiteres Kulturerbe Ägyptens auf der Roten Liste der UNESCO

Abu Mena, ein weiteres Kulturerbe Ägyptens auf der Roten Liste der UNESCO
Abu Mena, ein weiteres Kulturerbe Ägyptens auf der Roten Liste der UNESCO
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Abu Mena, das auch liebevoll das "Lourdes des christlichen Altertums" in Ägypten genannt wird, ist eine Stadt südlich von Alexandria und nahe der libyschen Wüste. Bekannt ist sie durch das koptische Kloster, einer christlichen Stätte im moslemischen Ägypten.

Es wurde in jüngster Vergangenheit in den Medien berichtet, dass Ägypten ein Problem mit dem dramatischen Grundwasseranstieg hat. Das bedeutet, dass zahlreiche Monumente in Ägypten versalzen und die Gebäude zu zerfallen drohen. So auch das Kloster in Abu Mena. Bereits 1979 wurde Abu Mena in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen, doch 2001 erforderten es die Umstände, das Weltkulturerbe auf die Rote Liste zu setzen. Experten äußerten, dass die wirtschaftlichen Entwicklungsmaßnahmen (siehe Toshka-Projekt, Nasser-Staudamm) sofort gestoppt werden müssen, um nicht nur Abu Mena sondern zahlreiche Monumente aus dem Antiken Ägypten zu retten.

Wie schon beim Luxor-Tempel in die Testphase gelaufen, sollten die Ergebnisse der Rettungsmodelle aufs Dringendste für alle Antiken Bauwerke in Ägypten berücksichtigt und gegebenenfalls umgesetzt werden.

Abu Mena ist eines der wichigsten Pilgerheiligtümer der Spätantike und Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das koptische Kloster in Abu Mena neu gegründet, was dazu führte, dass es auch heute noch der Mittelpunkt der Christen in Ägypten darstellt.

Leider wurde der Zugang zur Heiligen Stätte für die –ffentlichkeit geschlossen, da Einsturzgefahr herrscht.

Den Namen hat die Stadt Abu Mena von "Menas von Alexandria", der sich zum Christentum bekehrt haben soll und deswegen verfolgt und letztendlich gefoltert und getötet wurde. Wunder, die in der Grabstätte des Menas erfolgt sein sollen, ließen die Pilgerströme nicht abreißen. Eine Legende besagt, dass Freunde den Leichnam des Menas in seine Heimat bringen wollten, um ihn dort zu begraben. Doch die Esel, die seinen Leichnam transportierten, sollen von der Grenze zur libyschen Wüste an keinen Schritt mehr getan haben,so dass seine Freunde dies als Zeichen Gottes betrachteten. Sie beerdigten ihn an Ort und Stelle und kurze Zeit darauf sollen viele Quellen gesprudelt haben, alle in der Nähe des Grabes von Menas.

Nachdem muslimische Heere in diesen Ort, in dem viele Bäder, Pilgerherbergen, Klöster und eine Kirche errichtet wuden, eingefallen waren, gab man die Stätte offiziell auf und sie wurde vom Wüstensand verschlungen.

Den Mönchen des neuen Klosters ist es zu verdanken, dass die heiligen Stätten des frühchristlichen Zeitraumes erhalten blieben.

Da Abu Mena mit seinem Kloster heute noch ein Heiligtum für die Christen in Ägypten ist, muss diese Stätte unbedingt erhalten werden.

Sabine Wiedamann, sm(at)wiedamann.de

Datum: 08.04.2007

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