Aborigines verursachten Artensterben in Australien

Aborigines verursachten Artensterben in Australien
Aborigines verursachten Artensterben in Australien
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Jahrelang konnte nicht stimmig geklärt werden warum vor etwa 45.000 Jahren plötzlich Riesentiere wie zum Beispiel die Wombats ausstarben. Jetzt gibt es einen neuen Erklärungsansatz.

In der Zeit vor dem Aussterben waren etwa 90 Prozent der damaligen Fauna in Australien riesenwüchsig." Erklärt Richard Roberts, Professor für Geochronologie an der Universität Wollongong in der nähe von Sydney.

Vor etwa 45.000 Jahren verschwanden diese riesenwüchsigen Wombats, Megalania etwa 6 Meter lange, riesige Warane und Kängurus, nach Geochronologischen Maßstäben auf einen Schlag.Die heutigen Wombats sind um mehrere Größenordnungen kleiner als seine Vettern vor 45.000 Jahren. Sie hatten in etwa die Größe und Masse einer modernen Kuh.

œber die Ursache des Artensterbens gibt es seit Jahren in Australien eine heftige Debatte. Die Theorie eines Meteoriteneinschlags wie bei den Dinosauriern will so wirklich nicht passen, es lassen sich keine geologischen Indizien oder gar Beweise finden. So bleibt nach Ansicht von Herrn Professor Roberts als mögliche Ursache für das Aussterben der Riesen-Wombats und anderer Riesenformen, nur der Klimawandel und der Mensch übrig.

Vor etwa 60.000 Jahren haben die ersten Aborigines den australischen Kontinent besiedelt, das würde sehr gut in den Zeitrahmen des Auftauchens der ersten Menschen in Australien passen.

Ein australisches Team um Professor Roberts und den Paläontologen Gavin Prideaux von der Flinders-Universität in Adelaide veröffentlichten in der Zeitschrift "Geology", die, nach ihrer Meinung, eindeutigen Indizien. Da nach der Meinung des Forscherteams der Klimawandel als Ursache nicht in Frage kommt, bleibt nur der Mensch als Verursacher des Artensterbens übrig. Bei Grabungen in den südaustralischen Naracoorte-Höhlen, in denen Fosilien der letzten 500.000 Jahre aufeinander geschichtet sind. Die Forscher fanden fossile Knochen von etwa 60 verschiedenen Beuteltierarten, die sich exakt datieren ließen. Eine andere Forschergruppe hatte unabhängig schon eine Klimachronologie für die Region der Naracoorte-Höhlen erstellt. Das Forscherteam um Prideaux und Roberts konnte seine Fossilien mit dieser Klimazeittabelle vergleichen. Dabei kamen sie zu dem Schluss, ihre Daten zeigen würden, dass während der vergangenen 500.000 Jahre die Riesenwüchsigen" gut mit den Klimaveränderungen zurecht gekommen sind. In den trockenen Perioden waren keine Fossilien von den Riesenwüchsigen in dem Befund, vollzog sich ein Wandel zu einem feuchteren Klima waren aber wieder die riesenwüchsigen Arten in den dazugehörigen Schichten vertreten.

Bis vor 45.000 Jahren gab er mehrere solcher Trocken- / Feuchtzyklen. Dann verschwanden der Riesenwombat und seine großwüchsigen Artgenossen, und das genau in einer feuchten Klimaperiode. Nach der Auffassung der Forscher konnte das Klima also nicht an dem Artensterben schuld sein.

So bleibt, nach Meinung von Herrn Professor Roberts, als letzte Ursache nur das Auftreten des Menschen übrig. Freilich sei der zeitliche Zusammenhang zwischen dem Auftauchen der Aborigines in Australien und dem Aussterben der Riesentiere kein schlüssiger Beweis aber doch ein Starkes Indiz.

Direkt haben die Aborigines offensichtlich nicht die Riesentierwelt Australiens ausgerottet - es wurden keinerlei Hinweise auf Menschen bei der Grabung gefunden. Doch auch der frühe Mensch wusste schon wie er die Landschaft seinen Bedürfnissen anpassen konnte. So wurden die Tiere nicht durch die Jagt bis zum Aussterben dezimiert, aber die Aborigines hätten den Lebensraum so stark verändert, des den Riesentieren die Lebensgrundlage entzogen wurde. Wenn man davon ausgeht, dass viele dieser Tiere extrem spezialisierte Pflanzenfresserwaren, in ihren Bedürfnissen in etwa vergleichbar mit den heutigen Koalas, bei denen sich manche Arten nur von einer Art Eukalyptus ernähren, ist es vorstellbar, dass diese Riesen den Wandel nicht mitmachen konnten und ausstarben.

Dagobert Wiedamann, dw@wiedamann.de

Datum: 13.01.2007

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